Die Geburtsstunde eines Startups ist ein großer Moment! Der Entschluss, aus einer Idee ein Unternehmen zu machen, setzt viel Energie frei – und bringt vielleicht auch Fragen und Konflikte, die schon in der frühen Phase (Pre-Seed und Seed) für Verzögerungen und Unstimmigkeiten sorgen können.
Wer sollte welche Shares bekommen?
Co-Founderin A möchte große B2B Kunden gewinnen, C-Founderin B denkt an B2C – welchen Weg sollten sie gehen?
Gründer A möchte eine Investorin (die Interesse bekundet hat) an Bord holen, um das Forschungsprojekt zu realisieren. Gründerin B möchte so lange wie möglich eigenständig bleiben (ohne Investorin) und die Forschung erst in 2 Jahren aus dem Eigenkapital stemmen. Was sollten sie tun?
Um schneller zum MVP zu kommen, ist ein zusätzlicher Entwickler nötig; Problem: ein adäquates Gehalt kann nicht bezahlt werden. Soll man ihm/ihr Anteile (ESOP) geben oder nicht?
Wachstumsschmerzen am Weg zum Scale-Up sind völlig normal. 4 von 5 jungen Unternehmen werden hier durchgeschüttelt und müssen sich neu ausrichten. Dabei entstehen manchmal Konflikte, die sich mit professioneller Unterstützung leicht lösen lassen.
Wer kümmert sich um die Zahlen? Um das wachsende Team? Wer um die Investoren-Akquise?
A, B, C und D haben vor 5 Jahren gegründet. D hat die Freude verloren, sieht das Why nicht mehr und möchte aussteigen – wie kann das gelingen? Oder kann sie zum Bleiben motiviert bleiben?
Bei einem namhaften Kunden hat die Produkteinführung nur so „mittel“ geklappt – der Kunde droht mit Klage (was das finanzielle Ende und einen geschädigten Ruf bedeuten würde). Wie kann man die Situation mit dem Kunden retten?
Investor:innen (Business Angels, VCs) investieren in die Idee, den Markt und vor allem in das Team eines Start-ups/Scale-Ups. Manchmal leiden sie mit dem Unternehmen mit, manchmal leiden sie an dem Unternehmen.
E-Mail werden nach 2 Wochen halbherzig beantwortet, telefonisch ist das Portfolio-Unternehmen kaum erreichbar, im Gespräch weichen die Founder aus. Steht es schlecht um meine Beteiligung? Sind die Gründer sauer auf mich? Haben sie intern Troubles, die sie vor mir verheimlichen?
Business Angels A und B denken, dass die eingeschlagene Strategie („sofort in die USA“) nach wie vor die richtige ist. Der potentielle VC aus Berlin (der einzige, der unterschreiben würde) möchte allerdings zuerst in Europa & UK durchstarten. Wie findet man zusammen?
Co-Founderin A und B des Portfolio-Unternehmens rufen unabhängig von einander an, dass die andere unmöglich und untragbar ist – und erwarten jeweils Unterstützung gegen die andere. Was ist zu tun?